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Wein und das Geheimnis eines guten Tropfens

Wein und das Geheimnis eines guten Tropfens

Für zahlreiche Deutsche gehört ein schönes Glas Wein zu einem guten Essen dazu. Dementsprechend groß ist das Weinangebot im Handel. Beinahe dreiviertel der deutschen Weinkäufer erwerben ihre Weine im Einzelhandel. Nur gut 25 Prozent der Käufer gehen zum Winzer oder in den Fachhandel. Ein kleiner Bruchteil dieser greift zudem auf das Angebot von Tankstellen oder Kiosken zurück. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Denn das riesige Sortiment an Weinen aller Art wird für den Laien schnell unüberschaubar. Woran erkennt man, ob man einen Wein guter Qualität in den Händen hält? Einige Tricks können einem die Auswahl des richtigen Weines erleichtern.

Der Preis ist kein Garant für Qualität

Um einen guten Tropfen zu finden, sollte nicht nur auf den Preis geschaut werden. Ein hoher Preis pro Flasche garantiert leider keine Qualität. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass ein wirklich guter Wein für unter zwei Euro pro Flasche nicht zu bekommen ist und die Qualitätserwartungen hier möglichst gering gehalten werden sollten. Der Gaumen wird bei zu günstigen Weinen keinen Hochgenuss erleben.
Auch die Weinverpackung garantiert keine Qualität. Nur weil eine Flasche in einem edlen Holzkarton oder einer stabilen Verpackung präsentiert wird, sagt dies noch nichts über den Inhalt aus.

Was sagt die Farbe über die Qualität?

Für Rot- und Weißwein gibt es verschiedene Kriterien. Die Farbe eines qualitativ hochwertigen Rotweines sollte ein sattes, kräftiges Rot sein. Schwenkt der Farbton ins Braune, spricht das für einen minderwertigen Wein. Spiegeln sich an der Oberfläche lila und violette Farben, so kann dieser Wein beruhigt gekauft werden. Die Farbtöne sprechen für einen hohen Qualitätsgrad und es ist davon auszugehen, dass dieser Wein länger gelagert werden kann. Geht es um Weißwein ist der qualitätsangebende Farbton ein klares, sehr helles Gelb. Starke, gelbe Farben oder gar ein brauner Farbstich zeugen von wenig hochwertigen Weinen. Diese sollten eher gemieden werden.

Um das Farbspiel der Weine richtig zu sehen, wird empfohlen, das Glas leicht schräg vor eine natürliche Lichtquelle zu halten. Ebenfalls für beide Weinsorten empfiehlt sich der Kirchenfenstertest. Egal ob Rotwein oder Weißwein – wird der Wein im Glas geschwenkt, sollte danach ein öliger Film an der Wand des Glases herunterlaufen. Dieser Film steht für einen hohen Alkoholgehalt und einen hohen Qualitätsgrad.

Der Geruch und der Geschmack helfen bei der Qualitätsfindung

Für beide Weinsorten gilt, dass der Geruch klar sein muss. Die einzelnen Duftnoten müssen genau zu erreichen sein. Ein fruchtiges Aroma gehört zu einem guten Tropfen. Riechen die Weine schimmlig, auffällig und in irgendeiner Weise ranzig, so ist davon auszugehen, dass der Wein ganz einfach schlecht ist.
Der Geschmack vom Rotwein muss sanft oder, je nach Sorte, fruchtig sein. Ein bitterer oder saurer Geschmack spricht für einen gekippten Wein oder für einen Tropfen ohne jegliche Qualitätsansprüche. Der Alkoholgehalt vom Rotwein kann ebenfalls einen Hinweis auf die Qualität geben. Ein guter, trockener Rotwein hat mindestens einen Alkoholgehalt von zwölf Prozent. Bei Weißwein beginnen Qualitätsweine schon bei einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent.

Besonders bei Weißweinen ist die Griff nach dem aktuellsten Jahrgang das Beste, um Qualität in die Hand zu bekommen. Die Zusammensetzung von Weißwein ist im Vergleich zu der des Rotweins unterschiedlich. Weißwein ist weniger stabil und kann schneller sauer werden.

Des Weiteren werden Qualitätsweine eher in dunkleren Glasflaschen zum Verkauf angeboten. Wein in Weißglas kann sehr schnell Lichtschäden davon tragen. Wein mag es, leicht kühl gelagert zu werden. Egal ob Weißwein oder Rotwein zu hohe Temperaturen schaden dem Aroma und dem Geschmack. Ist das Geschäft, in dem der Wein gekauft werden soll, zu warm, ist von einem Kauf dringend abzuraten. Die falsche Lagerung kann den vielleicht mal gut gewesenen Tropfen schon zerstört haben.

 

Wein richtig verkosten

 

Viele Weinhersteller schmücken ihre Flaschen mit Auszeichnungen oder Prämierungen. Leider ist bei der Vielzahl der verschiedenen Auszeichnungen, keine Aussage mehr über die wahre Qualität möglich. Daher sollte sich der Käufer weder davon, noch von schicken Etiketten blenden lassen.

Intensive Weinausbildung, Weinschnupper-Seminare, Weinseminare werden z.B. an Weinschulen in Koblenz, Berlin, Hamburg und Würzburg angeboten.